Fallstricke beim Immobilienerwerb

 

Bei Wenn Sie eine ältere Immobilie erwerben, müssen Sie beachten, dass dann möglicherweise die Energieeinsparverordnung EnEV greift und sie gewisse Arbeiten ausführen lassen müssen. Darüber werden Sie aber in der Regel weder vom Vorbesitzer noch vom Makler informiert.

Sie müssen die Sanierungskosten auf ihren Kaufpreis aufschlagen, damit Ihre Finanzierung passt und sie nicht plötzlich im Regen stehen.

So dürfen z.B. Heizkessel für Öl und Gas, die vor 1978 installiert wurden, nicht mehr betrieben werden, die nach 1985 installierten Kessel dürfenn max. 30 Jahre betrieben werden, wobei es gewisse Ausnahmen für bestimmte Kesselarten gibt.

Desweiteren müssen wärmeführende Leitungen in nicht geheizten Räumen gedämmt werden.

Außerdem muss die oberste Decke oder das Dach gedämmt sein.

Weitere Maßnahmen sind in der ENeV nachzulesen

Die Regeln gelten nicht für selbstgenutzte Ein- oder Zweifamilienhäuser.

Bei Zuwiderhandlungen droht die Verhängung eines Bußgelds.

Bei den Maßnahmen soll auch die Wirtschaftlichkeit eine Rolle spielen, so sollten sich die Maßnahmen innerhalb von 10 Jahren amortisieren. Meiner Meinung nach dürfte dies nur bei ganz wenigen Maßnahmen wirklich nachzuweisen sein, sodass man vielleicht doch auf die eine oder andere Forderung verzichten kann.

Allerdings gibt es dazu noch keine einigermaßen verlässliche Rechtsprechung.

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Eine Antwort auf Fallstricke beim Immobilienerwerb

  1. Marianne sagt:

    Hallo.

    Leider hören die Fallstricke beim Immobilienerwerb ja nicht auf. Wir haben uns ein Haus in Kalkar gekauft und haben uns professionell beraten lassen wegen rechtlicher Angelegenheiten udn wegen guter Finanzierungsmöglichkeiten. Das hat alles geklappt – leider war das alles vor der neuen strengen Energiesparverordnung, die Hausbesitzern so viele Auflagen macht – leider war unser Haus von der Energiebilanz her darauf nicht vorbereitet.

    Also haben wir bald wieder Geld investieren müssen: bessere Isolierung, Austausch der Heizung durch eine Wärmepumpe, aber für die Öko-Bilanz haben wir das sogar gern gemacht und sind zusätzlich zu einem Naturstromanbieter gewechselt. Nur eines haben wir behalten: unsere Sauna und – was für mich ganz ganz besonderes: unseren Whirlpool, den wir zu schön finden, weil wir ihn direkt bei uns im Ort kaufen konnten, beim Whirlpoolcenter und da natürlich mit Bedacht ein wunderschönes Modell ausgesucht haben, von Jacuzzi. Der Einbau des Whirlpools war aber auch so eine Geschichte, an der man gemerkt hat, dass Theorie und Praxis gerne nicht zusammenpassen. Wir hatten alle Wasseranschlüsse – dachten wir – die benötigt werden, hatten den Platz, Höhe, breite, Tiefe genau abgemessen – dachten wir. Aber dann wurden doch Nachbohrungen nötig und ein weiteres Rohr musste verlegt werden, damit wir das gute Stück einbauen konnten.

    Aber so ist das natürlich: Wir IMmobilienbesitzer sind es gewohnt, mit Problemen zu kämpfen. 😉

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