Die eigenen Vorstellungen realisieren (3)

Nach langer Zeit möchte ich Ihnen wieder auf Tipps aus meinen Bauherrenratgeber vorstellen:

Bauherrenratgeber aus dem wabe-verlagLegen Sie dann fest, welche Baustoffe für Sie wünschenswert sind und welche Sie auf keinen Fall in Ihrem Haus verwenden wollen, dies gilt sowohl für Wandbaustoffe, Dacheindeckung, Dämmstoffe als auch für Heizungs-, Sanitär- und Elektroleitungen oder Türen und Fenster.

 

Fragen Sie sich, wie die Wände ausgeführt werden sollen, mit Muster- oder Raufasertapete, oder evtl. mit Strukturputz, der aber u.U. schnell staubig wird und sich schlecht säubern lässt. Dieselbe Frage bei den Bodenbelägen: Fliesen, Teppichboden, PVC, Linoleum, Laminat oder Parkett. Denken Sie dabei auch an die Schallübertragung, wenn mehrere Personen im Haushalt leben. Ich empfinde es z.B. bei Laminat als irritierend, wenn ich jeden Tapser unseres kleinen Hundes überdeutlich höre – so erlebt in diversen Ferienwohnungen.

 

Machen Sie sich intensiv Gedanken über die Elektroinstallation. Hängende Leitungen an der Decke oder überall herumliegende Verlängerungskabel sind meist weniger schön und zusätzlich oft unfallträchtig. Beachten Sie dabei auch die für moderne Medien notwendigen Verkabelungen.

 

Nicht unerheblich für Ihr Wohlbefinden ist die Art der Heizung, z.B. hat eine Fußbodenheizung manche Vorteile. In der Übergangszeit und im Winter ist ein warmer Boden durchaus angenehm. Sie können daher auch mehr Räume mit Fliesen auslegen, und Sie haben alle Wandflächen als Stellflächen zur Verfügung. Aber dafür müssen Sie einen gewichtigen Nachteil in Kauf nehmen: eine Fußbodenheizung ist immer träger als Heizkörper, dies gilt sowohl beim Aufheizen als auch beim Abkühlen.

 

In den Zeiten immer steigender Energiekosten sollten Sie auch überlegen, ob und welche Formen der alternativen oder regenerativen Energiegewinnung, wie z.B. Solarenergie, Wärmerückgewinnung u.a.m. möglich und erlaubt sind. Dabei dürfen die Mehrkosten und die ggf. erhöhten Zinskosten nicht vernachlässigt werden und Sie müssen rechnen, bis wann sich eine entsprechende Investition amortisieren wird.

 

Hilfreich kann es sein, die eigenen Vorstellungen und Wünsche nach der so genannten ABC-Methode einzuteilen:

 

A         Diese Punkte sind für Sie unverzichtbar, ein Verzicht würde für Sie eine erhebliche Einbuße an Wohnqualität bedeuten oder im schlimmsten Fall das Projekt zum Scheitern bringen.

 

B         Die Punkte sind Ihnen weniger wichtig, bei Bedarf können Sie hier Kompromisse schließen oder darauf verzichten.

 

C         Wünsche und Träume. Sie wissen, eigentlich wäre es zu schön, um wahr zu sein und ein Partner, der Ihnen dazu verhilft, macht Sie glücklich.

 

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