Pfusch am Bau

Wenn man sich im Internet in manchen Foren umsieht, dann scheint es so, als wenn der Pfusch am Bau überhandnehmen würde, aber vielleicht hängt dies auch damit zusammen, dass es menschlich ist, eher seinem Ärger Luft zu machen als die eigene Zufriedenheit auszudrücken.

Überwiegend wird am Bau die vereinbarte Qualität geliefert, aber es gibt natürlich zum einen schwarze Schafe und auch normalerweise gute Firmen liefern mal eine schlechtere Leistung ab.

Was macht man, wenn am eigenen Bau auf einmal Pfusch auftritt?

Ganz wichtig, man sollte regelmäßig die Baustelle und die Leistung auf Qualität und Vollständigkeit überprüfen, um Fehler und Mängel baldmöglichst zu erkennen und am besten schriftlich zu rügen, damit der Mangel baldmöglichst beseitigt werden kann, denn man hat schließlich ein Recht auf Nachbesserung.

Spätestens bei der Abnahme muss man jeden vorhandenen und sichtbaren Mangel rügen und dies muss unbedingt im Abnahmeprotokoll vermerkt werden. Vereinbaren Sie einen Termin zur Mängelbeseitigung und behalten Sie einen entsprechenden Betrag (max. den 3-fachen Betrag der objektiven Mängelbeseitigungskosten) bis dahin von der Schlussrechnung ein.

Die Beseitigung der Mängel muss kontrolliert werden.

RohbauOftmals versuchen Firmen und Handwerker den Bauherrn zu überzeugen, mit dem Mangel zu leben und dafür einen gewissen Nachlass zu erhalten. Da bei vielen Bauherren gegen Bauende das Geld knapp wird, gehen manche darauf ein.

Ich kann davon nur abraten, auch wenn es sich nur um einen optischen Fehler handelt, der zu keinen weiteren Folgen führen wird.

Dafür gibt es zwei Gründe. Die meisten Firmen versuchen, natürlich möglichst wenig nachzulassen, aber viel wichtiger, einen Mangel, den man nicht beseitigt, bleibt auf Dauer vorhanden und man wird immer wieder an ihn erinnert, vor allem werden viele Freunde und Besucher diesen Fehler auch sehen und das mindert doch die Freude am eigenen Heim. Besonders ärgerlich wurde ein Bauherr, der einen Nachlass akzeptierte und später erfahren hat, dass er durchaus mehr hätte erhalten müssen.

Bestehen Sie daher immer auf Mängelbeseitigung und wenn diese nicht korrekt erfolgt, rügen Sie erneut und verlangen Sie einen weiteren Versuch. Versagt auch dieser erneute Versuch, dann sollte Sie unter Berücksichtigung aller Formalitäten prüfen, ob Sie einen anderen Handwerker mit der Mängelbeseitigung auf Kosten des ursprünglichen Handwerkers beauftragen können.

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