Was passiert mit einer Immobilie bei einer Trennung?

Eine gar nicht so leicht zu beantwortende Frage, denn sie hängt von vielen Umständen ab, z.B. ob es sich bei der Ehe um eine Zugewinngemeinschaft handelt oder ob es einen Ehevertrag, ob die Immobilie während der Ehe angeschafft wurde, wer im Grundbuch eingetragen ist.

Doch besonders problematisch wird die Angelegenheit, wenn die Immobilie noch nicht voll abbezahlt ist, denn meistens hat die finanzierende Bank verlangt, dass beide Partner den Darlehensvertrag unterzeichnen und gemeinsam haften.

Kommt es dann zur Trennung, entstehen den ehemaligen Partnern Kosten, die das Bedienen des Darlehens erschweren, oft sogar unmöglich machen. Man hat eine doppelte Haushaltsführung, man muss zweimal Miete bezahlen und auch die Scheidung ist auch nicht ganz umsonst.

Kann dann das Darlehen nicht bedient werden, kann es oft schneller als man denkt zu einer Zwangsversteigerung kommen und dann ist das Haus oder die Wohnung weg, aber ein Teil, oft sogar ein Großteil der Schulden bleibt, da bei einer solchen Versteigerung meist nicht der reale Wert erlöst wird. Dies gilt auch, wenn überhastet selbst verkauft wird.

Da eine Trennung oft in eine Schlammschlacht ausartet und mit dem ehemaligen Partner keine sachliche Auseinandersetzung möglich ist, ist der Weg zu einer für beide Seiten sinnvollen Lösung verbaut und es freut sich bestenfalls die Bank und ein Schnäppchenkäufer.

Je besser und schneller also Paar ihre akuten Beziehungskrisen überwinden, umso höher auch die Chance, den materiellen Schaden möglichst gering zu halten

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