Betrachtungen zum Grundstück (3)

Großen Einfluss auf Ihre Grundrissgestaltung hat die Neigung Ihres Grundstücks, eine leichte bis mittlere Hanglage erlaubt meist die Nutzung des Untergeschosses für Wohnzwecke, sei es als Einliegerwohnung oder für den Eigenbedarf.

Extreme Hanglagen verteuern den Bau erheblich und dies gilt auch für Gartengestaltung und evtl. aufwändige Treppenanlagen, die vor allem im Winter nicht unproblematisch sind.

Bei ebenen Grundstücken ist es durchaus sinnvoll, den gesamten Wohnbedarf im Erdgeschoss abzudecken. Allerdings muss man sich dann auch die Frage stellen, ob das Haus unterkellert werden soll, denn die hierfür entstehenden Kosten sind nicht unerheblich. Daneben hat auch die Art der Heizung einen gewissen Einfluss, z.B. ob Sie einen Heizraum und Lagerflächen für den Brennstoff benötigen oder nicht.

Wenn Sie nicht unterkellern, müssen Sie die notwendigen Nebenräume entweder im Haus oder auch in oder bei der Garage unterbringen.

Die Frage der Unterkellerung ist durchaus auch abhängig vom Baugrund. Fels oder ein hoher Grundwasserstand erhöhen deren Kosten, bei einem nicht tragfähigen Grund ist die Tiefergründung meist sehr aufwändig und beinhaltet vielfach auch Leistungen, wie sie auch für den Keller benötigt werden, so dass die Mehrkosten für ihn nicht mehr so ins Gewicht fallen.

Machen Sie sich kundig, was im Boden Ihres Grundstückes stecken könnte. Wenn dort in ganz frühen Zeiten die Römer, Kelten oder Germanen zugange waren, kann es Ihnen passieren, dass Sie während des Bauens von Ausgrabungen behindert werden. Vor allem in innerstädtischen Bereichen kann es auch heute noch Grundstücke mit Munitionsfunden geben, bei ehemals industrieller Nutzung ist eine Belastung des Untergrunds kaum auszuschließen. Dies gilt auch, wenn die entsprechende Nutzung schon so lange zurückliegt, dass sich kaum noch jemand daran erinnert.

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