Wandbaustoff Ziegel

©walker

Ziegel ist, vor allem bei uns im Süden, wahrscheinlich immer noch der beliebteste Wandbaustoff für Massivhäuser.

Beim Ziegel sind für die Herstellung meist nur kurze Transportwege erforderlich, denn die Rohstoffe Lehm, Ton und Sand werden meist in Lagerstätten nahe der Produktionsstätte abgebaut.

Diesen Rohstoffen wird Wasser zugesetzt und dann werden die Steine geformt und bei 100 0 C getrocknet und anschließend bei 800 – 1200 0 C gebrannt. Je höher die Brenntemperatur, umso dichter wird der Ziegel.

Um eine gute Wärmedämmung zu erreichen, wird in einem geeigneten Lochbild mit stabilen Stegen Luft eingeschlossen.

Verbessert wird die Wärmedämmung bei den so genannten porosierten Leichtziegel durch den Zusatz von Polysterolkügelchen oder auch Sägespäne. Diese verglühen beim Brennen und ergeben eine Vielzahl von kleinen Luftporen, die die Wärmedämmeigenschaften nachhaltig verbessern.

Mit Ziegel können bei entsprechender, aber noch akzeptabler Dicke mit einschaligem Mauerwerk die erforderlichen Werte der Energie-Einsparverordnung  erreicht werden, vor allem haben sie durch ihre Masse eine hohe Wärmespeicherfähigkeit, d.h. die Wärme wird nur langsam abgegen.

Deshalb sind z.B. im Sommer die Häuser tagsüber kühl, während sie die gespeicherte Wärme in kühlen Nächten dosiert abgeben.

Ziegel sind baubiologisch unbedenklich, sie geben keine gesundheitsschädlichen Ausdünstungen ab und sind extrem widerstandsfähig.

Um die positiven Eigenschaften in hohem Masse erreichen zu können, empfiehlt sich der Einsatz von Planziegel mit Dünnbettmörtel, die zudem auch eine schnelle Verarbeitung ermöglichen.

Auch der Schallschutz ist zufrieden stellend, er wird allerdings schlechter, je leichter der Stein wird.

Dieser Beitrag wurde unter Baumaterialien abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.