Kork beim Hausbau

Kork kann zu mehr als zum Verschließen von Weinflaschen verwendet werden, sondern er

wird relativ häufig bei Hausbau verwendet, sei es als Boden- oder manchmal auch als Wandbelag, sei es als Wärmedämmmaterial, wo seine guten Eigenschaften leider noch nicht so bekannt sind.

Die Korkeiche findet man in den Mittelmeerländern, der langsam wachsende Baum wird bis zu 12 m hoch, sein Durchmesser kann bis zu 1 m betragen und er wird durchaus bis zu 150 Jahre alt

Erstmalig wird der Baum nach ca. 25 Jahre geschält.

Der Korkschrot wird unter Dampf, aber unter Sauerstoffausschluss erhitzt und vergrößert dabei sein Volumen und der Kork wird anschließend in Platten oder andere Formen gepresst.

Ein (künstliches) Bindemittel ist nicht erforderlich, zum Verkleben der Teile reicht das im Kork enthaltene Harz vollkommen aus.

Das Naturprodukt kann zum Dämmen und Isolieren im Mauerwerksbau ebenso wie bei Holzständerwändern oder als Aufdach- oder Zwischensparrendämmung eingesetzt werden.

Auch als Wärmeverbundsystem ist Kork möglich und er ist auch als natürliche Trittschall- (und Wärmedämmung z.B. unter Parkett oder Laminat denkbar.

Folgende Eigenschaften machen den Kork so interessant:

Wärmedämmvermögen Wärmeleitfähigkeitsgruppe 045 in W/m K 0,040 nach DIN 4108 bzw. DIN 52 612 in der Praxis häufig bessere Werte; die Bestwerte erreichen sogar die Gruppe 035

Kork wirkt raumluftregulierend und ist normal entflammbar, nach DIN 4102, in anderen Ländern wird Kork als schwer entflammbar eingeordnet. Im Brandfall entstehen keine Verbrennungsgase.

Kork ist alterungsbeständig, verrottungsfest und fäulnisbeständdig, er bietet Schädlingen keine Nährboden

Bei Kork handelt es sich um einen nachwachsenden Baustoff, negativ ist allerdings der lange Transportweg von Portugal oder Spanien anzusehen.

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